Die bltutige Spur der Rache
9. September 1972:
Die israelische Luftwaffe greift mit rund 75 Kampfflugzeugen Ausbildungslager der PLO und palästinensische Flüchtlingslager in Syrien und Libanon an; 66 Tote und mehrere Hundert Verletzte. Bei Luftkämpfen gehen auf syrischer Seite drei, auf israelischer Seite zwei Flugzeuge verloren.
16. Oktober 1972:
Wael Zwaiter, mutmaßlicher Koordinator für PLO-Anschläge in Europa, ein Cousin Yasser Arafats, wird vor seinem Appartement in Rom erschossen.
8. Dezember 1972:
Mohamoud Hamshari, mutmaßlicher Koordinator des Anschlags von München, wird in Paris durch einen in seinem Telefon versteckten Sprengsatz in seiner Wohnung getötet.
24. Januar 1973:
Hussein Abad al-Chir, mutmaßlicher Kontaktmann der PLO zum KGB, wird durch einen Sprengsatz im Hotel Olympic in Nikosia, Zypern, getötet.
6. April 1973:
Dr. Basil Raound al-Kubaisi, Logistiker der PFLP (Popular Front for Liberation of Palestine), wird auf offener Straße in Paris erschossen.
9. April 1973:
Operation "Spring of Youth": Einheiten des Mossad landen zusammen mit regulären Einheiten der israelischen Armee auf Schnellbooten in Beirut. Sie töten etwa 100 PLO-Anhänger in ihren Quartieren, darunter mindestens vier hochrangige Anführer. Auch die Frau eines PLO-Führers, ein israelischer Soldat und ein unbeteiligter Zivilist kommen zu Tode.
12. April 1973:
Ziad Muchassi, mutmaßlicher Nachfolger al-Chirs als PLO-Kontaktmann zum KGB, wird im Hotel Aristides in Athen durch einen Sprengsatz getötet. Auf der Flucht erschießen Mossad-Agenten einen KGB-Angehörigen, der sich ihnen in den Weg stellt.
28. Juni 1973:
Mohammed Boudia, europäischer Verbindungsmann der PLO, wird in Paris durch eine Autobombe getötet.
21. Juli 1973:
In Lillehammer, Norwegen, wird ein marokkanischer Kellner auf offener Straße erschossen, den der Mossad irrtümlich für Ali Hassan Salameh, Planer des Überfalls in München, hielt. Sechs Mossad-Agenten werden von der norwegischen Polizei verhaftet, zu Freiheitsstrafen zwischen zwei und fünfeinhalb Jahren verurteilt und nach knapp zwei Jahren nach Israel abgeschoben.
12. Januar 1974:
Während eines Treffens von PLO-Führern in einer Kirche in Sargans (Schweiz) kommt es zu einer Schießerei zwischen deren Leibwächtern und Mossad-Agenten. Drei Leibwächter sterben.
Mai 1974:
Im Londoner Hotel Europa wird ein Mossad-Agent von einer unbekannten Attentäterin erschossen. Ihr Motiv und ihre Auftraggeber bleiben unklar.
21. August 1974:
Die Attentäterin von London wird auf einem Boot im Hafen von Hoorn (Niederlande) erschossen.
14. September 1974:
Ein Mossad-Agent wird von einem Unbekannten auf offener Straße in Brüssel erschossen.
11. November 1974:
Ein Leibwächter von Ali Salameh wird vor dessen Haus in Tarife (Gibraltar) erschossen.
22. Januar 1979:
Ali Salameh stirbt in Beirut durch eine Autobombe.
1. August 1981:
Abu Daoud, Vorbereiter des Anschlags von München, wird in einem Café in Warschau durch mehrere Schüsse verletzt.
14. März 1991:
Abu Iyad, Planer des Anschlags von München, wird in Tunis erschossen.
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